Olten – Schriftstellerweg Franz Hohler

Heute Nachmittag bin ich zu einer Pro Natura Veranstaltung eingeladen. Es gibt einen Vortrag über Erbschaften, anschliessend ein Apéro und eine kleine Führung durch das Haus der Museen.

Da dies erst um 13:30 Uhr anfängt, dachte ich mir, dass ich vorher noch etwas in Olten unternehmen könnte. Weil ich noch nie dort war, fragte ich meine Mutter nach einer Idee und sie erzählte mir vom Schriftstellerweg. Davon gibt es mehrere Varianten: einige kurze und auch eine Familientour. Ich entschied mich für die Franz Hohler Tour, da er der einzige Schriftsteller ist, den ich dort kenne.

Mit der DB nach Olten

Am Bahnhof Brig angekommen, hole ich mir noch etwas zu trinken für die Zugfahrt und gehe dann auf das Gleis, wo bereits eine Deutsche Bahn wartet. Dieser Zug fährt nämlich bis Berlin Ostbahnhof. Ich mag die Deutsche Bahn nicht besonders, aber immerhin sind wir pünktlich abgefahren und tatsächlich auch pünktlich angekommen.

Olten ganz anders

Nach der Reise habe ich Lust auf einen Kaffee. Also gehe ich zuerst über die alte Holzbrücke, und kaum komme ich auf der anderen Seite heraus, bin ich irgendwie in einer anderen Welt. Vom Zug aus wirkt Olten immer ziemlich industriell. Doch die Altstadt ist wirklich schön und überhaupt nicht das, was man vom Vorbeifahren her erwartet.

Im Coop-City-Restaurant trinke ich in aller Ruhe einen Cappuccino, bevor ich mich wieder zurück Richtung Bahnhof begebe, zum Startpunkt der Franz Hohler Tour.

Schnitzeljagd

Ich weiss nicht, ob es beim Springbrunnen schon einen Hörposten gibt, aber falls ja, habe ich ihn nicht gesehen. Jedenfalls beginnt die nächste Station mit den Worten: „Herzlich willkommen zum Schriftstellerweg …“ Daher nehme ich an, dass ich nichts verpasst habe.

Weiter geht es zum Stadtpark. Dort habe ich den Pfosten nur gefunden, weil ich zwei junge Frauen gefragt habe, die mit ihren Babys unterwegs waren. Bis hierhin fühlt es sich ein wenig wie eine Schnitzeljagd an, weil man zuerst gar nicht weiss, wonach man eigentlich sucht. Die erste Station ist ein Plakat, und die restlichen Stationen sind blaue, längliche Schilder mit QR-Codes und einem Ohr als Symbol. Bei jeder Station hört man eine Kurzgeschichte von Franz Hohler – der übrigens immer noch lebt und heute 83 Jahre alt ist – oder von dem jeweiligen Autor, dessen Weg man folgt.

Hören statt nur schauen

Die nächsten Stationen sind einfacher zu finden. Jetzt weiss man schliesslich, worauf man achten muss. Die Geschichten sind amüsant, und ich empfehle auch, sich dafür hinzusetzen und aufmerksam zuzuhören. Wenn man schon weiterläuft, während man zuhört, bekommt man nur die halbe Geschichte mit.

Mein persönlicher Favorit ist die Geschichte mit der Wildsau bei Station Nummer 6. Ich habe auch in eine Geschichte von Christof Gasser hineingehört, da es bei der kleinen Statue „König von Olten“ steht (siehe nächstes Bild).

Für Station Nummer 8 hat es vor der Veranstaltung mit Pro Natura nicht mehr gereicht.

Kultur & Bildung

Die Veranstaltung selbst ist sehr gut organisiert, und auch die Vorträge sind sehr interessant. Nach den Fragen und dem Apéro geht es weiter zu den kleinen Führungen. Auch das macht viel Freude, und ich habe gerade einiges über Olten gelernt.

Hagel zum Abschluss

Nach der Veranstaltung habe ich noch etwas Zeit. Obwohl die Wolken bedrohlich schwarz sind, gehe ich noch zur letzten Station der Franz Hohler Tour. Kaum bin ich dort, fängt es nicht einfach an zu regnen, sondern gleich zu hageln. Das verstehe ich nicht ganz. Hagel habe ich bis jetzt nur im Sommer erlebt. Aber was weiss ich schon.

Fazit

Olten ist mehr als nur ein Ort zum Umsteigen. Der Ort hat mich positiv überrascht und ich gehe mit Freude mal wieder.

Zusammengefasst

⏳️ Dauer: etwa 2 Stunen ohne Veranstaltung oder Zugfahrt
💸 Budget: 4.15 CHF Kaffee, 39 CHF Spartageskarte SBB
✨️ Highlight: Altstadt
🚄 Anreise: 1h 30min. von Brig
👍🏼 Lohnt sich für: Altstadt
💡  Tipp: Am besten sich hinsetzen für die Geschichten

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